Kommentar:
Der Ackerschachtelhalm, oft als „Naturapotheke“ bezeichnet, ist eine überraschende Entdeckung für Hobbygärtner und Gesundheitsbewusste. Diese unscheinbare Pflanze, die häufig in feuchten Wiesen und Wegesrändern wächst, entfaltet ihre Besonderheiten vor allem in der Frühjahrssonne. Wenn Sie auf der Suche nach einem pflanzlichen Heilmittel sind, sollten Sie die zarten, jungen Triebe im zeitigen Frühjahr sammeln – diese enthalten wahrscheinlich die höchsten Nährstoff – Konzentrationen.
Botanische Merkmale des Ackerschachtelhalm
Familie:
Schachtelhalmgewächse (Equisetaceae)
Wuchshöhe:
20-30 cm
Wurzelsystem:
Lange waagrechte Wurzeln
Sporentriebe:
Braune Sporentriebe mit spitzen Enden.
Sommertriebe:
Grüne, rau gefurchte Triebe mit fadenförmigen, quirlständigen Blättern.
Blütezeit
Die Blütezeit des Ackerschachtelhalms erstreckt sich von März bis April .
Anbau und Standort
Der Ackerschachtelhalm gedeiht bevorzugt in lehmigen Böden . Für die Ernte sollten Sammler über genaue Kenntnisse verfügen (zupftest) und im Zeitraum von Mai bis Juni ernten.
Verwendete Pflanzenteile
- Kraut – Herba Equiseti
Inhaltsstoffe
Ackerschachtelhalm enthält wertvolle Inhaltsstoffe wie:
- Kieselsäure
- Flavonoide
- Saponine
- Mineralien
Heilwirkungen und Indikationen
Der Ackerschachtelhalm hat eine Vielzahl von positiven Wirkungen:
- Harntreibend
- Bindegewebe festigend
- Blut bildend
- Hautstoffwechsel fördernd
- Blut reinigend
- Entzündungshemmend
Indikationen
Besondere Anwendungsgebiete sind:
- Bakterielle und entzündliche Erkrankungen der ableitenden Harnwege
- Nierensteine und Nierengrieß
- Ödeme (statisch oder posttraumatisch)
- Schwäche des Bindegewebes
- Osteoporose, Rückenbeschwerden, Rheuma und Gicht
- Mangelnde Ausscheidung
- Schlecht heilende Wunden / Ulcus Cruris
Kontraindikationen und Nebenwirkungen
Vorsicht: Der Ackerschachtelhalm sollte nicht bei Ödemen, die durch eingeschränkte Nieren- oder Herztätigkeit verursacht werden, angewendet werden.
Zubereitung und Darreichungsformen
Innerliche Anwendungen
- Infus: 2-3 Tassen täglich
- Tinktur: 15-25 Tropfen, 2-3 Mal täglich
- Homöopathische Mittel: (D2-D6, mehrmals täglich)
Äußere Anwendungen
- Umschläge
- Teil- oder Vollbäder (mit Infus)
Wirkung aus der Sicht der TCM
Der Ackerschachtelhalm wirkt in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) kühlen und trocknend:
- Klärt Feuchte Hitze in Blase und Dickdarm
- Tonisiert Nieren-Yin und -Jing, stärkt Nieren, Lunge und Knochen
- Leitet überschüssige Feuchtigkeit aus dem Körper
- Wirkt diuretisch und löst Qi-Stagnation im Unteren Erwärmer
Humorale Qualität
- Kalt 2
- Trocken 2
- Kühlend, trocknend, zusammenziehend