Botanischer Name: Tilia platyphyllos
Pflanzenfamilie: Lindengewächse (Tiliaceae)
Botanische Hauptmerkmale: Mehrjährig, bis 1000 Jahre,
18-25m hoch, wechselständige breit-herzförmige Blätter mit gesägtem Rand, gestielt, unten weissliche Haarbüschel (Winterlinde rotgelbe Büschel und kleinere Blätter). An Trugdolden 5-11 langgestielte Blüten mit zungenförmigen, pergamentartigen goldgelben Deckblätter, die einzelnen Blüten haben 5 grünlich-weisse Kelchblätter und 5 gelbweisse Kronblätter mit vielen Staubblättern.
Blütezeit: Juni-Juli, Ernte kurz nach dem Aufblühen, ersten 3 Tage.
Verwendete Pflanzenteile: Blüten (Flos Tiliae)
Inhaltsstoffe: Schleimstoff, äth. Öl, Flavonoide, Gerbstoff, Zucker, Vit. C.
Wirkung: Reizlindernd, schweisstreibend (diaphoretisch), abwehrstärkend, krampfstillend, beruhigend, leicht diuretisch
Indikationen: Erkältung, Grippe, Katarrh, Hustenreiz, Abwehrschwäche
Infekt mit Unruhe und Reizbarkeit, Halsentzündung, Krämpfe, Epilepsie
Bei Grippe besserer Effekt als Antibiotika und Sulfonamide→getestet Linde 10 mal besser.
Kontraindikation / Nebenwirkungen: Keine
Zubereitungs- und Darreichungsform:
Innerlich:
- Infus (2-5x/Tg. 1 Tasse)
- Hom. (ab D1)
- Spagyrik.
Äusserlich:
- Bad (zur Beruhigung)
Wirkung gemäss TCM (kühl):
- Vertreibt äussere Wind-Hitze
- Kühlt Hitze und schleim in der Lunge
- Wirkt bei aufsteigendem Leber-Yang und innerem Wind
- Löst Stagnationen auf Grund von Blut-Hitze auf, fördert die Durchblutung
- Wirkt schweisstreibend und fiebersenkend
- Bewegt das Qi, wirkt krampflösend
- Beruhigt den Geist, wirkt beruhigend
Humorale Qualität: Warm, Trocken. Erwärmend, trocknend, zusammenziehend, verbessert die Qualität der Säfte.



