Botanischer Name: Hypericum perforatum
Pflanzenfamilie: Hartheugewächse (Hypericaceae)
Botanische Hauptmerkmale: Mehrjährig, 25-90 cm hoch, 2 kantiger oben verästelter Stengel, gegenständige eiförmige ganzrandige Blätter, worin sich schwarze Punkte (Hypericin, Farbstoff), und weisse Punkte (äth. Öl) befinden. Die gelben Blüten werden beim zerreiben rot, 5 goldgelbe Kronblätter und aus der Mitte ragen gelbe Staubfäden.
Blütezeit: Juni-August
Verwendete Pflanzenteile: Kraut (Herba Hyperici), Blüten (Flos Hyperici)
Wesen der Pflanze:
Lichtassimilation, Nervenkraft, Stabilität
Die aufrechte Pflanze mit dem robusten Stengel (Wirbelsäule) und seinen geradlinigen, schräg nach oben gerichteten Seitentriebe, symbolisiert einen stehenden Mensch mit ausgestreckten, empfangenden Armen, der das Licht in sich aufnimmt. Er steht in seiner Mitte, ist Stabil und im Gleichgewicht. Johanniskraut hat von allen Heilpflanzen die stärkste Beziehung zum Licht. Die zur Zeit der Sommersonnenwende blühende Pflanze (24. Juni), fördert die Aufnahme und Speicherung von Licht und dessen Umwandlung in Nervenkraft.
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Flavonoide, Gerbstoffe, Harze,
Hypericin (oder Hypericumrot, WirkstoffàPhotosensibilisierend)
Wirkung: Antidepressiv, durchblutungsfördernd, antiphlogistisch, nervenstärkend
wundheilungsfördernd, schmerzstillend, blutreinigend,
Indikationen: Nervenmittel, Gehirnerschütterung (homöopathisch.)
Ischias, Hexenschuss, Neuralgie, Myalgie,
Depressionen, Angstzustände, nervöser Unruhe und Erschöpfung, Verdauungsstörungen, Gallenstauungen, Appetitlosigkeit, psychisch bedingtes Bettnässen, (Enuresis nocturna), Sonnenbrand, Verbrennungen, Menstruationsbeschwerden,
Kontraindikation / Nebenwirkungen: Wegen Photosensibilisierung sollte während der Behandlung starke UV-Bestrahlung vermieden werden (vor allem hellhäutige Personen)àSonnenbrand.
Gleichzeitige Anwendung von Antikoagulantien vom Cumarintyp ist zu vermeiden.
Zubereitungs- und Darreichungsform:
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Infus (3 x/Tg.)
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Tinktur (3x15 Tr./Tg.)
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Homöopathisch
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Fertigarzneimittel.
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Äusserlich Öl (stündlich einreiben bei Ischialgie)
Wirkung gemäss TCM (kalt):
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Entschleimt das Herz
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Löst Leber-Qi-Stagnation
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Nährt das Yin des Shaoyin (Herz und Nieren)
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Johanniskraut ist das „Arnika der Nerven“
- Beruhigt



