A. Spies/S. Pieri - Heilpraktiker Berlin
Osteopathie - Chiropraktik
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Pflanzenheilkunde

Hafer (avena sativa)

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Botanischer Name: Avena sativa L.

Pflanzenfamilie: Süssgräser (Poaceae)

Botanische Hauptmerkmale: Rispengras, hohler Stengel mit endständigen, Blüten, die in Rispen angeordnet sind, daraus bilden sich die Haferkörner.

Blütezeit: Juni-August

Verwendete Pflanzenteile: Kraut (Herba Avenae), Früchte (Fructus Avenae)

Inhaltsstoffe: Aminosäuren, Mineralien Kieselsäure, Eisen, Phosphor, Kalium, Zink, Aluminium, Kobalt, Mangan, Vit. A,K,E, Jod, Bor

Wirkung: Entzündungshemmend, zusammenziehend, beruhigend, stärkend

 Indikationen: Erschöpfungs- und Schwächezustände, Schlafstörungen, Nervenschwäche, Entzündliche Hautkrankheiten, nässende Dermatosen, unterstützend bei Neurodermitis, unterstützend bei Drogenentzug, Rheuma, Gicht

 Kontraindikation / Nebenwirkungen: Keine

Zubereitungs- und Darreichungsform:

  • Dekokt (2-3x/Tg. 1Tasse)
  • inktur (2-3x/Tg. 15-25Tr.)
  • Hom.(D1-D3), Hafergerichte
  • Äusserlich: Bad (aus Dekokt) 

    Anwendung in der Chinesischen Medizin (TCM):

Wesen der Pflanze:

Belastbarkeit, Auffangen von Erschütterungen, Stabilisierung von Rhythmen

Es ist das Wesen des Hafers, die Energie von Einflüssen, die uns aus dem Rhythmus bringen können, zu absorbieren. Dies ist dann der Fall, wenn wir uns bedrängt oder gejagt fühlen, sei es durch schwer zu bewältigende Aufgaben, Arbeiten unter Zeitdruck, Bedrängnis oder Erschütterungen. Hafer fängt Erschütterungen auf und fördert dadurch die Belastbarkeit. Er unterstützt die seelische Bewältigung von äusserem Druck wie auch von grosser, körperlicher Erschöpfung. Bei nervösen Erschöpfungszuständen und Verlust des eigenen Rhythmus aufgrund der genannten Situationen oder nach erschöpfenden Krankheiten wirkt Hafer nervenstärkend und vermag den gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus wieder einzupendeln.

Der Hafer ist eine äusserst bewegliche und elastische Pflanze, alles Starre ist ihm fremd. Die Blüte und später die Frucht hängen an einem dünnen Pflanzenstielchen. Wenn der Wind hineinbläst und ihn erschüttert, singt er nur ein sanftes Lied. Er fängt also Erschütterungen mit Leichtigkeit auf. Der Hafer zeigt sich als ein Kraftliniensystem aus einer tragenden Bogenkonstruktion mit aufgespannten Saiten – wie bei einer Harfe. Ein Gebäude in einem Erdbebengebiet braucht eine bewegliche Bauweise.


Alexander Spies, Stephanie Pieri - Heilpraktiker und Osteopathen, Lehmbruckstr. 3, 10245 Berlin - Friedrichshain / Kreuzberg, Tel: 030/69529372

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