A. Spies/S. Pieri - Heilpraktiker Berlin
Osteopathie - Chiropraktik
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Pflanzenheilkunde

Melisse (melissa officinalis)

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Botanischer Name: Melissa officinalis L.

Pflanzenfamilie: Lippenblütler (Labiatae)

Botanische Hauptmerkmale: Mehrjährig, reich verästelter Wurzelstock. Vierkantiger stark verästelter Stengel (30-70 cm hoch) mit gegenständigen, herz-ei-förmigen Blättern, die kerbig eingesägt und leicht behaart sind. Weissliche Lippenblüten, die als Scheinquirle angeordnet sind.

Blütezeit: Juni-August

Verwendete Pflanzenteile: Blätter (Folium Melissae)

Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl (Citral, Citronellal, Linalool), Gerbstoff, Flavonoide, Bitterstoffe.

Wirkung: Beruhigend, krampflösend (spasmolytisch), schlaffördernd, blähungswidrig (karminativ), herzstärkend, schwach antibakteriell, virusstatisch (verhindert Virusabsorption in die Zelle).

Indikationen: Nervosität, nervös bedingte Einschlafstörungen,   nervöse, funktionelle Magen/Darm Beschwerden, Mangel an Gallensaftabsonderung, Kollike, Roemheldsches Syndrom, Herzklopfen, Extrasystolen, Beklemmung, Atemnot, Herpes simplex, antivirale Wirkung

Kontraindikation: Keine

Zubereitungs- und Darreichungsform:

  • Infus (2-3 Tassen/Tg.)
  • Gewürz zum kochen
  • Tinktur (3x15 Tr./Tg.)
  • Homöopathische Niedrigpotenzen
  • Ätherisches Öl auf Zucker oder Honig (4 Tr. 3x/Tg.)
  • Ätherisches Öl zum einreiben
  • Bad (50-60g Droge in 1 l Wasser ausziehen und beigeben)

     

Wirkung gemäss TCM (kalt):

  • Klärt Herzfeuer, wirkt beruhigend
  • Beruhigt Shen
  • Klärt Magen-Feuer
  • Vertreibt Wind-Hitze
  • Löst Qi-Stagnationen auf, wirkt karminativ Beruhigt das Leber-Yang

 

Wesen der Pflanze:
Besänftigung, Weichheit, Milde, Flüchtigkeit

Das Wesen der Melisse ist wie eine sanfte, liebkosende Berührung, es schenkt entspannte Ruhe, wenn Nervosität und Anspannung zu Magen-Darm-Störungen oder Herzbeschwerden führen. Zwischen den vielen starken Blattnerven spannen sich kleine Wölbungen. Gefühlsmässig empfindet man die Pflanze als weich und zart und ist dann erstaunt über die Zähigkeit ihrer Blätter. Bei näherer Untersuchung stellt man fest, dass das Wesen der Leichtigkeit und Zartheit eben nicht bis in die Substanz hineingedrungen ist. Denn gerade die Festigkeit der Struktur führt dazu, dass die Melisse dieses Tragende und Schwebende zum Ausdruck bringen kann. Diese Pflanze wirkt nie aggressiv und ist deshalb problemlos auch über längere Zeit anwendbar.

 

 


Alexander Spies, Stephanie Pieri - Heilpraktiker und Osteopathen, Lehmbruckstr. 3, 10245 Berlin - Friedrichshain / Kreuzberg, Tel: 030/69529372

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