A. Spies/S. Pieri - Heilpraktiker Berlin
Osteopathie - Chiropraktik
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Kinderosteopathie in Berlin - Friedrichshain/Kreuzberg

Erklärung der Osteopathie - Kinder und Babys

Für die osteopathische Behandlung von Kindern und Säuglingen ist die Stellung der Schädelknochen in den ersten Lebensjahren von größter Bedeutung. Deshalb werden Kinder und Säuglinge, im Gegensatz zu Erwachsenen, vor allem über Das Cranium (Schädel) behandelt

Die Schädelknochen der Kinder sind sehr weich und verformbar. Selbst einzelne Schädelknochen bestehen noch aus mehreren Anteilen, die erst im Laufe der Jahre zusammenwachsen. Deshalb ist die craniosakrale Osteopathie (Schädel)  bei Kindern und Babys wesentlich effektiver als bei Erwachsenen, bei denen die parietale Osteopathie (Bewegungsapparat) und viscerale Osteopathie (Organsystem) von größerer Bedeutung ist.

Da die Schädelknochen  beim Geburtsprozess starken Druckverhältnissen ausgesetzt werden, kommt es zur Verschiebung und teilweisen Überlappung der einzelnen Knochen, wobei sich durch die Selbstheilungskräfte der Kinder derartige Verformungen meist innerhalb weniger Tage zurückbilden.

Dabei spielt das Stillen der Babys eine zentrale Rolle. Durch die abgestimmte Saugbewegung des Ober- und Unterkiefers zueinander, wird die Schädelbasis über dem Gaumen stimuliert. Daher machen sich Blockaden, die der Säugling nicht alleine bewältigen kann, vor allem am Saugverhalten bemerkbar.

Entsteht vor oder während der Geburt des Babys eine Blockade, die das Kind nicht selbst lösen kann, organisiert sich der Rest des Körpers um diese Blockade, d.h. der Körper sucht diese Blockade zu kompensieren.

Vorgeburtlich entstehen Blockaden vor allem durch Platzmangel in der Gebärmutter durch Mehrlinge, Anomalien der Gebärmutter, Beckenstörungen und Unfällen der Mutter.

Unter der Geburt entstehen Blockaden vor allem durch erhöhte Druckverhältnissen, langen Wehen pausen, Lageveränderungen des Kindes, oder durch den Einsatz von Hilfsmitteln, wie Zange oder Vakuumpumpe.

Blockaden der Babys kommen sowohl bei Spontangeburten, Vakuumextraktionen, als auch bei Kaiserschnitten vor. Je schwieriger und außergewöhnlicher eine Geburt verläuft, z.B. sehr kurz oder lang, desto wahrscheinlicher ist die Entstehung von Schädel- und Beckendysfunktionen.

Auch die Eltern-Kind Bindung hat einen großen Einfluß auf die Kindesentwicklung. So treten bei Körperkontaktstörungen gehäuft Blockaden auf, wie auch umgekehrt Dysfunktionen zu Körperkontaktstörungen führen können.

Natürlich können nicht nur bei Säuglingen, sondern auch beim Kleinkind und Schulkind Blockaden und Dysfunktionen bilden. Hauptverursacher sind hier Unfälle und Stürze.

Sollten Sie weitere Fragen zur Kinderosteopathie oder Krankheitsbidern von Kindern und Babys haben, wenden Sie sich bitte an mich!

Ablauf der Osteopathie von Kindern und Säuglingen

 

Die Kinderosteopathie dauert pro Behandlung 20 – 60 min.

Zu Beginn der osteopathischen Kinderbehandlung steht eine detaillierte Diagnosestellung, wobei sowohl der Sicht und Tastbefund am Kind, als auch die Anamnese der familiären und schulischen Situation für den Osteopathen und den weiteren Behandlungsablauf von zentraler Bedeutung sind.

Die erste osteopathische Behandlung wird für die Diagnosestellung, eine anteilige Behandlung und die Vermittlung des Übungsprogrammes genutzt, d.h.  alle Systeme des Kindes werden untersucht und anbehandelt. In den weiteren Behandlungseinheiten folgen, je nach vorliegender Problematik,  ausführlichere Behandlungen.

In der Kinderosteopathie kann es Unterschiede in der Länge der Behandlung, in der Herangehensweise an das Kind und im Umgang mit Kind und Eltern geben. Allen Osteopathie Behandlungen gemeinsam ist aber, dass das Kind als Individuum respektiert wird und sich die Therapie danach richtet, welche Impulse das Kind in die Behandlung mit einbringt.

Der Osteopath erfühlt und löst die Blockaden über sanfte Berührungen der Hände in den betroffenen Bereichen, und über Bewegung einzelner Körperteile

Fallbeispiel der Kinderosteopathie für Babys

 

Ein Baby kommt durch eine Spontangeburt zur Welt. Die Wehentätigkeit entsprach einer durchschnittlichen Länge von ca. 10 Stunden. Bei der Drehung durch den Geburtskanal, die das Kind vollziehen muss, bleibt das Kind kurzfristig stecken.

 

Der Druck auf das Kind erhöht sich, der Stresspegel der Mutter und des Kindes steigen. Das Kind baut eine Abwehrspannung in der Halswirbelsäulenmuskulatur zur Stabilisierung auf. Kurz darauf kann die Geburt ohne weitere Probleme zu Ende geführt werden.

 

Das Baby zeigt nach der Geburt zunächst eine starke Erschöpfung, fängt dann aber immer häufiger und länger an zu schreien. Bei dem Versuch, das Kind anzulegen und zu stillen , überstreckt sich das Kind, versucht zwar an der Brust zu trinken, reißt aber immer wieder den Kopf weg und schreit zwischendurch. Meist funktioniert das Anlegen auf einer Seite besser als auf der anderen.

Liegt das Kind in seinem Bett, so liegt es nicht entspannt und gerade, sondern es gleicht einem Bogen, der zu einer Seite gekrümmt ist. Der Kopf ist bevorzugt zu einer Seite gedreht. Die Arme und Beine werden hektisch bewegt, das Kind findet in keiner Position zur Ruhe. Beruhigt werden kann das Kind nur durch Hochnehmen und Herumlaufen.

Schon nach wenigen Tagen muss die Mutter abstillen, weil das Kind nicht in der Lage ist ausreichend an der Brust zu trinken.

Zu der Stillproblematik entwickelt sich häufig auch ein Problem des Verdauungstraktes. Das Baby kämpft mit Blähungen und spuckt vermehrt.

 

Durch die einseitige Haltung des Kopfes in der Rückenlage verformt sich der Schädel und flacht hinten einseitig ab, wodurch sich ein Parallelogrammkopf entwickelt, d.h. dass der ganze Schädel in sich verschoben ist. Nun ist auch für jeden Außenstehenden sichtbar, dass die Entwicklung des Kindes nicht den regulären Weg genommen hat.

 

                                                                          

Was ist passiert?

 

Durch das Stecken bleiben im Geburtskanal während der Drehbewegung, hat das Kind eine erhöhte Muskelspannung aufgebaut. In den Kopfgelenken ist durch den erhöhten Druck eine Blockade entstanden, die Gelenkflächen haben sich gegeneinander verkeilt.

Aufgrund des erhöhten Stresspegels war das Kind hinterher nicht in der Lage seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren und diese Blockade selbst zu lösen.

 

Die Blockade führt dazu, dass die Kopfdrehung in eine Richtung eingeschränkt ist. Durch die entstehende Abflachung des Hinterkopfes verschiebt sich das Hinterhauptsbein (Os occipitale) in seiner Position. Eine Verschiebung dieses Knochens hat häufig eine Reizung mehrerer Hirnnerven zur Folge, die an diesem Knochen Austrittsstellen haben.

 

So ist der X. Hirnnerv (N. vagus) für die Verdauung zuständig, der XI. Hirnnerv kann bei Reizung einen muskulären Schiefhals entstehen lassen, und der XII. Hirnnerv kann bei Reizung zu Saugproblemen führen.

Mit der Verschiebung des Hinterhauptsbeines entsteht auch eine Verschiebung der Halswirbelsäule, was wiederum zusätzlich Nervenreizungen zur Folge hat, die über das Zwerchfell Einfluss auf die Verdauungsorgane haben.

Das Hinterhauptsbein ist noch in vier Anteilen vorhanden und würde demzufolge in einer solchen Fehlstellung zusammenwachsen, wenn es nicht behandelt wird.

 

 

Eine Fehlstellung des Hinterhauptsbeines führt zur Fehlstellung der Schädelbasis, die wiederum den Gaumen und die Saugbewegung beeinflusst.

Eine Fehlstellung in diesem Bereich führt zu Schwierigkeiten beim Stillen, was bedeutet, dass das

Kind sich nicht über das Saugen selbst regulieren kann.

Weniger Nahrungsaufnahme bedeutet noch weniger Kraft. Ein negativer Kreislauf ist entstanden.


Alexander Spies, Stephanie Pieri - Heilpraktiker und Osteopathen, Lehmbruckstr. 3, 10245 Berlin - Friedrichshain / Kreuzberg, Tel: 030/69529372

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