Botanischer Name: Tropaeolum majus
Pflanzenfamilie: Kapuzinerkressengewächse (Tropaeolaceae)
Botanische Hauptmerkmale: Einjährig, kriechend mit langen windenden Blattstiele, sattgrüne schildförmige Blätter, Blattrand ist ausgerandet, rot-orange-gelbe zarte Blüten, Blütenkelch hat 2 Unterlippen und 3 Oberlippen
Blütezeit: Juni-September
Verwendete Pflanzenteile: Ganze Pflanze (Herba Tropaeoli)
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl (Benzylsenföl), Vitamin C, Schwefel
Wirkung: Bakteriostatisch (bakterienwachstumhemmend), virustatisch, antimykotisch (gegen Pilze), hyperämisierend (durchblutungsfördernd)
Indikationen:
Angina tonsillaris,
Entzündungen der ableitenden Harnwege, Blasenentz., Harnwegsentz.
Katarrhe der Luftwege, Bronchitis, Emphysem, Grippe, Erkältung
Darmmykosen
Kontraindikation / Nebenwirkungen:
Magen-, Darmulzera, Nierenerkrankungen.
Überdosierung kann Glomerulum-, Tubulussystem, oder Schleimhaut schädigen.
Zubereitungs- und Darreichungsform:
Innerlich:
Tinktur (Tagesdosis 90-250 Tropfen)
Frischpflanzensaft (1-2 Teelöffel/Tg. In Wasser)
Fertigarzneien als Gelatinekapseln
Frische Blüten und Blätter im Salat
Humorale Qualität: Warm 3 / Trocken 3
Wesen der Pflanze:Lichtdurchdringung des Feuchten und Dunklen
Die schildförmigen Blätter, die sonst nur bei den Wasserpflanzen vorkommen, symbolisieren die Wasseroberfläche (Feuchte). Die Blätter überdecken im Wachstum immer wieder die Blüten, welche ins Dunkel verdrängt werden. Kapuzinerkresse wird bei Krankheiten angewandt, deren Ursache in einem Mangel an Wärme- und Lichtkräften und einem Überschuss an wässrigen Prinzipien liegt.
Das Blatt symbolisiert auch Schutz vor angriffen (Grippe).
Die Kapuzinerkresse führt Licht- und Wärmekräfte in das Dunkel des Stoffwechsels ein und schafft auf diese Weise die Voraussetzungen für eine Änderung des Millieus und damit ein Austrocknen von Mykosen, welche entstanden sind durch falsche (zuckerhaltige, kühlende, befeuchtende) Ernährung.

