Botanischer Name: Alchelmilla vulgaris / A. xanthochlora
Pflanzenfamilie: Rosengewächse (Rosaceae)
Botanische Hauptmerkmale: Mehrjährig, 10-30cm hoch, 7-11 lappige Blätter, im Umriss fast kreisrund, unten silbrig behaart, Rand gezähnt-->wo oft Wasser aus der Pflanze geschwitzt wird; kleine gelbgrünliche Blüten, nur wenige mm grosse dreispitzige Blüten, knäuelförmig angeordnet. Bildet oft Samen ohne Befruchtung.
Blütezeit: Mai-September
Verwendete Pflanzenteile: Kraut (Herba alchemilla)
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Flavonoide, Bitterstoffe
Wirkung: Zusammenziehend (adstringierend), entzündungshemmend (antiphlogistisch), blutstillend, wundheilend, beruhigend.
Indikationen: Frauenkrankheiten, Entzündungen im Urogenitalbereich, Blasenentzündung, starke oder unregelmässige Mens, Weissfluss, Wechseljahrbeschwerden (wirkt auch auf Nerven), Durchfallerkrankungen, Magen-, Darmbeschwerden
Kontraindikation / Nebenwirkungen: Keine
Zubereitungs- und Darreichungsform:
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Infus (2-3x/Tg.)
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Tinktur (2-3x/Tg. 15-20 Tr.),
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Waschungen, Sitzbäder (Infus)
Wirkung gemäss TCM (kalt):
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Klärt Leber-Feuer und -Hitze in der Blut-Schicht
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Hilft bei äusseren und inneren Wunden
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Stoppt Blutungen
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Klärt Feuchte Hitze im Dickdarm
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Löst Leber-Blut-Stagnationen auf
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Klärt Feuchte Hitze in der Blase
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Tonisiert das Milz-Qi bei Milz-Qi-Mangel
Wesen der Pflanze:
Umhüllung, Behütung, Hervorbringung
Welche andere Pflanze könnte die Wesensart des weiblichen Geburtsschosses besser verkörpern als der Frauenmantel? Im geborgenen Grund ihres mantelartig umhüllenden, nach oben empfangend geöffneten, weichen Blattes bringt die Pflanze einen silbernen Tautropfen hervor. Alchemilla steht für die Bejahung der weiblichen Rhytmen und des Frauseins.
Der Tautropfen aus ihrem Blattgrund wurde früher von den Alchemisten gesammelt und als Ausgangssubstanz für die Herstellung von Elixieren verwendet (daher ihr Name).

