Botanischer Name: Fraxinus excelsior L.
Pflanzenfamilie: Ölbaumgewächse (Oleaceae)
Botanische Hauptmerkmale: Baum bis 30m hoch, schwarze Knospen, Blätter kreuzgegenständig mit 7-13 Fiederblättchen, Rand fein gesägt, Blätter erst nach der Blüte, Blüten in Rispen angeordnet, meist kein Kelch und Kronblatt mit roten Staubblätter, daraus entwickeln sich die Früchte, in Büscheln hängend mit Flügeln.
Blütezeit: April, Ernte: junge Blätter
Verwendete Pflanzenteile: Blätter (Folium Fraxini)
Inhaltsstoffe: Flavonoide (Rutin, Quercitrin), Bitterstoff, Gerbstoffe, Cumarin, Harz
Wirkung: Wassertreibend, blutreinigend, leicht abführend.
Indikationen: Rheumatische Erkrankungen, Polyarthritis, Weichteilrheumatismus, Ödeme, Gicht
Kontraindikation / Nebenwirkungen: Keine
Zubereitungs- und Darreichungsform:
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Infus kalt ansetzen und aufkochen (1-3x/Tg. 1Tasse)
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Tinktur (1-4x/Tg. 15-20Tr.)
Wirkung gemäß Chinesischer Medizin (TCM):
Wesen der Pflanze:
Duldsamkeit, Beugsamkeit, Tragfähigkeit, Opferbereitschaft, Weltenbaum
Das Wesen der Esche steht im Zeichen der Dienstbereitschaft, ohne sich dabei (durch Forderung und Anerkennung) selbst in den Mittelpunkt stellen zu wollen. Sie kann tragen und helfen, ohne dass diejenigen, denen sie dien, emotional erdrückt werden. Sie erduldet es auch, wenn ihre Hilfe nicht erkannt oder verdankt wird. Diese Eigenschaft ist in reiner Form beim Menschen ausserordentlich selten, wird aber umso häufiger imitiert. Da der psychosomatische Zusammenhang zwischen einer Selbstaufopferung, die auf Selbstbestätigung ausgerichtet ist, und rheumatischen Beschwerden (Anwendungsgebiet von Esche) heute bekannt ist. Polyarthritiker: „In seinem innersten Kern verschlossen, abgekapselt, trät er seine seelischen Nöte und Kämpfe nur mit sich selbst aus und gibt nicht das Gefühl, seelischen Beistands zu bedürfen. Er zeigt demnach oft keine seelischen Erregungen und erscheint manchmal sogar unzugänglich. Unwahrscheinliche Duldsamkeit und Schicksalsergebenheit zeichnen ihn aus.“ Die mangelnde persönliche Selbstverwirklichung zieht sich wie ein roter Faden durch sein Leben. Dass damit auch ein Mangel an gelebter Aggression verbunden ist, kann wohl kaum bestritten werden. Diese Aggression ist nach innen gerichtet und führt eben zu Autoaggressionskrankheiten.
Das Holz der Esche ist äusserst hat und trotzdem sehr beugsam, ist vital und sehr wuchskräftig. Die schwarzen Knospen (Abwesenheit von Licht) sind der Gegensatz zur enormen Lebenskraft, die darin steckt. Das Blätterwerk der Esche lässt das Licht durch und schenkt so dem darunter Ruhenden, Schatten und Licht und ist trotzdem geschützt. Die Esche vereint also verschiedene Gegensätze und hilft uns Menschen in der Mitte zu sein und zu agierenàzu geben, ohne uns selbst auszubeuten.



