Botanischer Name: Hedera helix L.
Pflanzenfamilie: Araliengewächse (Araliaceae)
Botanische Hauptmerkmale: Mehrjährig, Kletterpflanze, die an Bäumen emporklettert mit Haftwurzeln, ledrige, dunkelgrüne, 3 bis 5 eckige, gestielte Blätter mit hellgrünen Nerven, die Blätter der jungen Triebe sind eiförmig (wie Birnenblätter) die grün-gelblichen Blüten stehen in Dolden, die erbsengrosse Früchte bilden, die im Winter blauschwarz reifen.
Blütezeit: August-November, Ernte: v.a. im Herbst nach der Blüte
Verwendete Pflanzenteile: Blätter (Folium Hederae helicis)
Inhaltsstoffe: Saponine (Hederasaponine Càantibiotisch antimykotisch), Jod, Flavonoide, Säuren, Mineralien
Wirkung: Auswurfsfördernd (Saponine), schleimlösend (Saponine), krampflösend (Flavonoide), haut- und schleimhautreizend, antibiotisch, antimykotisch,
Indikationen: Katarrhe der Luftwege, Keuchhusten (Pertussis), Reizhusten, Hals-, Kehlkopfentzündung, Chronisch entzündliche Bronchialerkrankungen, Bronchitis, Asthma, zäher festsitzender Schleim, Schilddrüsenunterfunktion (Jod)
Kontraindikation / Nebenwirkungen: Schilddrüsenüberfunktion. Bei Überdosierung, Tachykardie, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen.
Zubereitungs- und Darreichungsform:
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Infus (1-2x/Tg. 1Tasse)
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Tinktur (1-3x/Tg./ 5-15Tr.)
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Homöopathisch (D3-D30)
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galenische Präparate
Anwendung in der Chinesischen Medizin (TCM):
Wesen der Pflanze:
Selbsterkenntnis, Überwindung von Angst, Anklammerung und Freiheit, Aufbrechen von Strukturen, Verbindung von Unterbewusstsein und Bewusstsein, Bewusstwerdung der eigenen Schatten
Eine Schlüsselfunktion in der Seelenentwicklung des Menschen hat die Wahrnehmung, die Verarbeitung und das Akzeptieren der inneren Bilder, Kräfte und Eigenschaften, die aus der Tiefe des Unterbewussten ins Bewusstsein aufsteigen. Diese im Dunkel der Seelentiefe verborgenen Bilder, die oft als bedrohliche Schatten erscheinen, gehören ebenso zu unserer Ganzheit wie die uns bewussten und akzeptierten Eigenschaften. Trotzdem ist der Prozess der Bewusstwerdung oft mit existenziellen Problemen verbunden, da man sich vor den Schatten in der Regel fürchtet und sie darum abweist und verdrängt. Diese unbewusste Angst führt zu einer Enge in Seele und Körper. So wie Angst das freie Atmen der Seele einschränkt, führt sie auf der Körperebene zur Behinderung der Atmung in Form von Symptomen wie Krampfhusten, Bronchitis oder Asthma. Das Wesen des Efeus ist des im Dunkeln liegenden Pols des Unterbewussten mit dem im Licht befindlichen Pol des Bewussten. Schlüsselorgan für diese Verbindung ist die Schilddrüse, deren Funktion durch Efeu (Jod) angeregt wird. Efeu löst somit psychisch bedingte Krampfzustände der Atmungsorgane und befreit die Atmung. Die Triebe des Efeus kriechen durch feuchte, schattige Gründe und bedeckt grosse Flächen. Stellt sich ein Baum in den Weg, haftet er sich daran und wächst an ihm herauf. Die Seitentriebe benötigen keine Haftwurzeln, sie lassen los und sind frei. Er wächst ganz hinauf bis in die Baumkroneàbis zum Licht. Der Efeu zeigt also eindeutig eine Verbindung vom Schatten zum Licht. Er lässt also unsere verborgenen Schatten zum Licht streben und auflösen, um frei zu werden.



