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Osteopathie - Chiropraktik
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Pflanzenheilkunde

Bärlauch (allium ursini)

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Pflanzenfamilie: Liliengewächs, Lauchgeewächs (Liliaceae)

 

Botanische Hauptmerkmale: Mehrjährig, längliche Zwiebel, woraus Stengel von 25cm Höhe wächst mit weissen, sternförmigen (6 Zacken), in Scheindolde angeordneten Blüten. 2 grundständige, gestielte, lanzettliche Blätter, die schon ab März (vor Blüte) spriessen und stark nach Knoblauch riechen (ànicht zu verwechseln mit Herbstzeitlose).

 

Blütezeit: Mai-Juni, Ernte: März-Mai (vor der Blüte)

Verwendete Pflanzenteile: Blätter (Folium Allii ursini), Zwiebel (Bulbus)

 

Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Schwefel, Flavonoide, Vit. C, Biokatalysatoren

 

Wirkung: Antibakteriell, vasodilatativ (Gefässentspannend), blähungswidrig, blutreinigend, schwermetallausleitend über Nieren, antimykotisch (gegen Pilze), lipidsenkend, galletreibend, hemmt Thrombozytenaggregation, Verlängert Blutungs- und Gerinnungszeit (fibrinoliytisch).

 

Indikationen: Arteriosklerotische Krankheiten, (Verengte Gefässe der Beine, Augenhintergrund, Hirn, Herz,) Claudicatio intermittens, Hypertonie, hoher Cholesterinspiegel, Dyspepsie, Blähungen, Schwermetallbelastung,

Kontraindikation / Nebenwirkungen: Keine Überdosierung!

 

Zubereitungs- und Darreichungsform:
  • Frischpresssaft ev. mit Milch (1-3x/Tg. 1Essl.
  • Tinktur (1-3x/Tg. 10-20Tr.)
  • Gewürz, Pesto, Salat

 

 Anwendung in der Chinesischen Medizin (TCM):

 

 

Wesen der Pflanze: 

Expansionskraft, Macht, Undifferenziertheit

Der Bärlauch ist ein äusserst mächtiger, durchdringender Frühlingsbote. Er überwindet die durch Winter und Kälte symbolisierten Stauungs- und Verhärtungstendenzen in Köper und Seele. Wenn der Bärlauch sich mit seinem intensiven Geruch im Frühling in den Wäldern ausbreitet, werden durch seine kraftvolle Gegenwart Siegeskräfte frei. Er durchdringt die Blutzirkulation mit neuer Energie, regt die Willenskräfte und den Tatendrang an. Der Bärlauch wächst flächig in Laubwäldern und um Burgen. Er enthält einen Stoff, der es verunmöglicht, anderen Pflanzen neben im zu wachsen. Die Blätter wölben sich ab einer gewissen Grösse nach unten, in dem sich das Blatt wendet, d.h. die Blattunterseite ist oben. Man beachtet nicht die richtige Seite. Menschen, die zu grosser Macht gelangen, schöpfen ihre Energie aus Vereinfachungen, indem sie gewisse Aspekte der Realität ausblenden. Das Gegenbeispiel ist der Philosoph, der nach der Wahrheit sucht. Doch das verdrängt der Herrscher und ist auf seinen eigenen Nutzen ausgerichtet, ohne Rücksicht auf Gerechtigkeit und Interessen anderer zu achten. Wer aber immer nur eine philosophische Betrachtungsweise anwendet, kommt bei vielen Aufgaben des praktischen Lebens nicht vom Fleck. Deshalb kann uns die Wesensart des Bärlauchs hilfreich sein, ohne dass wir darum befürchten müssen, zu Machtmenschen zu werden.


Alexander Spies, Stephanie Pieri - Heilpraktiker und Osteopathen, Lehmbruckstr. 3, 10245 Berlin - Friedrichshain / Kreuzberg, Tel: 030/69529372

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