Praxis für Osteopathie und Chiropraktik Berlin
Heilpraktiker A. Spies - J. Dudaszek

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Pflanzenheilkunde

Acker-Schachtelhalm (equisetum arvense)

 

Bilder

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Botanischer Name: Equisetum arvense L.

 

Pflanzenfamilie: Schachtelhalmgew. (Equisetaceae)

 

Botanische Hauptmerkmale: Mehrjährig, 20-30cm hoch, lange waagrechte Wurzeln, woraus im Frühjahr die braunen Sporentriebe mit endständiger Sporenähre bildet. Später wachsen die grünen rauh gefurchteten Sommertriebe mit quirlständigen kranzartig ausgebreiteten, fadenförmigen Blätter. Nur bei genauen Kenntnissen sam-meln (zupftest) im Mai-Juni. (Lehmiger Boden)

Blütezeit: März-April

Verwendete Pflanzenteile: Kraut (Herba Equiseti)

 

Inhaltsstoffe: Kieselsäure, Flavonoide, Saponine, Mineralien.

 

Wirkung: Harntreibend, bindegewebsfestigend, blutbildend, hautstoffwechselfördernd.

 

Indikationen: Bakterielle und entzündliche Erkrankungen der ableitenden Harnwege, Nierengriess, Ödeme (statische o. posttraumatisch), Bindegewebsschwäche, Osteoporose, Rückenbeschwerden, Rheuma, Gicht, mangelnde Ausscheidung, schlecht heilende Wunden (Ulcus cruris)

 

Kontraindikation / Nebenwirkungen: Vorsicht bei Ödemen infolge eingeschränkter Nieren- oder Herztätigkeit.

 

Zubereitungs- und Darreichungsform: 

Innerlich:

  • Infus (2-3x/Tg. 1Tasse)
  • Tinktur (2-3x/Tg. 15-25Tr.)
  • Hom. (D2-D6, mehrmals/Tg.)

Äusserlich:

  • Umschläge
  • Teil-, Vollbäder (mit Infus)

 

Wirkung gemäss TCM: (kühl)

  • Klärt Feuchte Hitze in Blase und Dickdarm
  • Tonisiert Nieren-Yin und –Jing, stärkt Nieren, Lunge und Knochen
  • Leitet Feuchtigkeit aus dem Körper, wirkt diuretisch
  • Löst Qi-Stagnation im Unteren Erwärmer

 

Humorale Qualität: Kalt 2, Trocken 2. Kühlend, trocknend, zusammenziehend

 

Wesen der Pflanze: Gliederung, Strukturierung, Klarheit der Gedanken

Der Ackerschachtelhalm verkörpert jene Energien, welche  die klare Gliederung und Struktur des Denkens, so wie der Formbildungs Prozesse erfordern. Demnach ist  der Ackerschachtelhalm bei all den Seinszuständen angezeigt, in denen die Fähigkeiten zur Form- oder Strukturbildung geschwächt sind. Dieses zeigt sich zum Beispiel in unklarem Gedanken und in dem fehlen von Ordnungssinn und Organisationstalenten. Der Mangel wird sich aber genauso in der Umkehr zeigen, in der Abhängigkeit von festen Struktur, Norm und Ordnung. Zu Erwähnen sei ebenfalls die tonisierende Wirkung auf das Bindegewebe und das Skelettsystem, also auf die Organe, welche den Organissmus strukturieren. Der hohe Gehalt an Kieselsäure (Silicium), gibt dem Schachtelhalm die starke Gliederung. Silici-um wird auch für Informationsübertragung verwendet. Deshalb ist es auch naheliegend, dass er eine Reinformation im Bindegewebe gibt, zu einer besseren Informationsübertragung, indem die angesie-delten Schlacken abtransportiert werden und somit die Übertragung besser funktioniert.


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